Ratgeber: Zucker – Sucht und Leidenschaft

Unser Ratgeber zum Thema ‘süßes Gift’.

Zucker begleitet uns unser gesamtes Leben und wird zur Sucht

Schon als Kind werden darauf programmiert Zucker als etwas Gutes zu empfinden, da immer noch jedes Kleinkind mit etwas Süßem belohnt wird. Hat ihr das noch im Ohr?: “Wenn Du schön artig bist, bekommst Du auch einen Lolli?”

Zucker kommt in wunderschönen Verkleidungen daher und wir lieben es schönes Backwerk zu bestaunen.

Zucker dockt im Gehirn genau da an, wo alle ‘Suchtmittel’ andocken und arbeitet wie eine waschechte Droge.

Das funktioniert so:

Der Zucker bewegt das Gehirn dazu Dopamin auszuschütten. Dopamin ist das menschliche Glückshormon. Wir stellen also fest: Wir essen etwas Süßes und schon geht es uns richtig gut.

Das bedeutet: wir erlernen die Verbindung: Zucker=Wohlbefinden: Man gönnt sich ein Stück Torte. Das Eis habe ich mir verdient. Ein Keks kann ja wohl nicht schaden. Heute ausnahmsweise mal zwei Pralinchen.

Kommt Dir bekannt vor?

Wenn die Wirkung des Zuckers wieder abnimmt, sind wir bemüht, vom Körper selbst gesteuert, diesen angenehmen Zustand wieder herzustellen: Mehr Zucker aufzunehmen. Und das ist nichts anderes als ‘ganz normales’ Suchtverhalten.

Wenn uns der Körper höchstpersönlich daran erinnert, etwas zu essen, von dem wir im Prinzip ganz genau wissen, dass es ungesund ist dann ist das nichts anderes als Sucht.

Daher reden wir auch von Entzug, wenn man beginnt Zucker aus dem Leben zu verbannen und das ist nicht einfach.

Die Deutschen essen durchschnittlich 32 Würfel am Tag. Die Amerikaner 85.

Die WHO sagt, 17 Würfel sind noch vertretbar.

Was macht Zucker mit uns?

Vor tausenden von Jahren wurde Zuckerrohr erstmals auf Neuguinea angebaut, zu medizinischen Zwecken, und als besonderes und seltenes Elixir angesehen.

Zucker hat jedoch keinerlei medizinischen Nutzen, ausgenommen, dass er bei Schluckauf helfen kann.

Zucker kann jedoch eine Menge Krankheiten auslösen, zB Diabetes.

Regelmäßiger Zuckerkonsum macht das Gehirn resistent gegen das Hormon Insulin.

Zucker ist ein Leistungskiller, wirkt entzündungsfördernd, ist mit beteiligt an Erkrankungen wie Alzheimer und sorgt für Fettleibigkeit. Zuckerhaltige Getränke heben das Risiko eines Herzinfarktes um 20%.

Zudem setzt Zucker unsere Konzentration herab und verschlechtert das Erinnerungsvermögen und das Gedächtnis.

Zucker macht Karies.

Der süße Snack am Nachmittag sorgt dafür, dass wir wenig später in ein Motivationsloch fallen und unsere Produktivität und Konzentrationsfähigkeit leidet erheblich darunter.

Gemeinerweise erlebst Du ein Hochgefühl, wenn Du nun wieder Zucker einsteuerst aber die Abstände zwischen den Hochs und Tiefs werden immer kürzer.

Wird nicht regelmäßig weiter Zucker eingesteuert, passiert Unangenehmes:

Du fühlst dich schlapp, müde und denkst verlangsamt.

Wird kein Zucker nachgeliefert, reagieren wir mit einem Stimmungstief. Wir werden aufbrausend und ungeduldig- der Körper ist jetzt ‘unterzuckert’.

Wir stecken tief in einem Teufelskreis.

Zucker-Entzug

Das einzig Vernünftige ist es diesen Kreislauf zu durchbrechen aber das ist tatsächlich nicht einfach.

Es gilt, den Zucker auszuschleichen, also nach und nach immer mehr auf Zucker zu verzichten.

Das Frühjahr ist eine ideale Zeit dafür.

Führe dazu ein Zucker-Protokoll. Das bedeutet, am ersten Tag notierst Du jeden Zucker den Du gegessen hast und wann.

Am Folgetag reduzierst Du die Menge und notierst wieder alles ganz genau. Am dritten Tag wiederholst Du die Prozedur, so dass Du nach ein paar Tagen dein Naschverhalten nicht nur genau kennst sondern es auch kontrollierst.

Das ist der entscheidende Schritt gegen das unbewußte Naschen.

Ernährungsveränderung

Parallel zum ‘Zucker Ausschleichen’ solltest Du Deiner Ernährung mehr Proteine und Ballaststoffe zu kommen lassen. Ballaststoffe und Proteine halten Dich länger satt und ‘Bauchzufrieden’.

Das Gefühl von ‘süß’ kannst Du Dir über Stevia, als Ersatzmittel holen um zB. Deinen Tee oder Kaffee immer noch zu süßen.

Bei weiteren Fragen sind wir gern für Euch da. Bei uns im Cluballtag von FunctionFit ist Zucker immer wieder ein großes Thema.

Versteckte Zucker

Zucker ist Zucker.

Die Form des Zuckers ist dabei völlig egal. Ob Honig, raffinierter Zucker, Rohrzucker oder Puderzucker. Es macht keinen Unterschied. Die Lebensmittelindustrie zuckert kräftig mit und verschleiert aber, dass Zucker enthalten ist.

Es gibt Kinder-Produkte bei denen offen damit geworben wird, dass doch nur ‘Traubenzucker’ enthalten sei. Als wäre dies ein akzeptabler oder besserer Zucker. Falsch. Traubenzucker reiht sich ein und ist und bleibt Zucker.

Zucker wird aber noch besser getarnt:

Die Lebensmittelindustrie muss Zucker in ihren Produkten angeben also wird er versteckt.

Bei Allem, wo etwas mit -ose angegeben wird, ist Zucker gemeint. Saccharose zB. und Fructose oder Glucose.

Raffinade ist nichts anderes.

In vielen fettarmen Yoghurts wird, als Geschmacksverstärker, Zucker versteckt. In manchem 150g Becher stecken bis zu 7 Würfel!

Rotkohl im Glas ist auch so eine Zuckerfalle. Hier kommt man bis zu 25 Würfel Zucker.

Über Dosenobst brauchen wir, denke ich, nichts Weiteres zu sagen.

Ketchup enthält ca 130 Gramm Zucker pro bei 500ml der Tomatensauce.

Die Liste kann man beliebig fortsetzen.

Das Beste Gegenmittel ist, sich die Inhalte genau anzusehen.

Hilfreiche Super-App

Um leichter mit der Suche nach dem versteckten Zucker klar zu kommen empfehlen wir eine kostenlose App.

Die App ToxFox leistet hier gute Dienste. Mit einem Barcode Scanner wird man im Supermarkt perfekt und schnell über die Inhaltsstoffe informiert. Die App ist kostenlos und ein praktischer Guide im Zucker-Dickicht.

Die App sucht nicht nur Zucker sondern allgemein Schadstoffe, ob in der Kosmetik oder im neuen Kinderspielzeug.

Sie informiert perfekt und schnell und bewertet die Produkte mittels Vergabe von Herzen.

Wir wünschen Euch ein gutes Auszuckern- übrigens helfen Schlaf und Bewegung erblich dabei das zuckerige Gift aus dem Körper zu schleusen!

Be FunctionFit!

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