Rezept: Löwenzahn – Viel mehr als nur Unkraut

Unser Ratgeber nebst ‘wildem’ Rezept.

Löwenzahn wächst überall.

Im Wald, am Wegesrand, in jedem Garten und selbst durch den Asphalt bohrt er sich hindurch.

Wir kennen die wunderschönen ungemähten Wiesen die voll sind mit den dicken, gelben Blüten. Und jeder von uns kennt natürlich die Pusteblume.

Löwenzahn wird immer noch als Hasenfutter oder Unkraut abgetan dabei steckt viel mehr in dieser spannenden Pflanze.

In den neunziger Jahren erhielt ‘Löwenzahn’ Fernsehberühmtheit durch die Kindersendung rund um Peter Lustig.

In der Zwischenzeit hat Löwenzahn längst den Absprung in die Küche geschafft und gilt vielerorts sogar als Heilpflanze.

Vitaminbombe

Verarbeitet man Löwenzahn beispielsweise zu einem Salat so strotzt dieser Salat nur so vor Vitamin A, B, C & D.

Man kann die Pflanze komplett verzehren. In den Blüten stecken viele Antioxidantien die helfen Krebs und Hautalterung vorzubeugen. Die grünen Blätter stecken voll Kalzium, welches so wichtig ist für gesunde Zähne und stabile Knochen. Die Blätter liefern außerdem Ballaststoffe die unseren Darm in Schwung bringen und lange satt halten.

Selbst die Wurzeln kann man verwenden und zum Beispiel zu einem Tee aufkochen. Dieser Tee ist ein echtes Detox-Getränk!

Die Blätter des Löwenzahn wirken stark harntreibend und entgiftend.

Löwenzahn kann auch äußerlich auf der Haut angewendet werden. Hierbei werden die Wurzeln mit etwas Wasser ungefähr eine halbe Stunde lang geköchelt. Dann wird alles ausgesiebt und mit der fertigen, gekühlten Lotion kann man perfekt Ekzeme betupfen.

Löwenzahn ist voll von wichtigen Mineralstoffen wie Eisen, Zink und Kalium.

Die Bitterstoffe der Pflanze kurbeln die Verdauung an. Verwendet man jedoch ganz junge Pflänzchen, so sind die Bitterstoffe noch nicht so ausgeprägt und dem Einen oder Anderen ist dies vielleicht geschmacklich angenehmer.

Frische-Kick

Löwenzahn kann man wie eine Kur von außen und innen anwenden.

Von innen aktiviert er die Galle, die Leber und die Nieren und regt den Stoffwechsel an.

Löwenzahn stärkt das Nervensystem und aktiviert das Immunsystem.

Abnehmen

Da die Pflanze den Fettstoffwechsel ankurbelt, ist sie ideal um ein paar Pfunde los zu werden.

Dafür sind die Bitterstoffe und Spurenelemente verantwortlich.

Tee aus Löwenzahn ist außerdem die reinste Entschlackungskur. Etwa 5 g der Wurzel werden mit etwa 150 ml Wasser kalt angesetzt und dann für 2 Minuten geköchelt. Der Tee sollte dann 15 Minuten bedeckt ziehen.

Trinkt man jeden Tag zweimal täglich eine Tasse für etwa 4-6 Wochen kann man sich über die gute Wirkung freuen.

Diabetes

Löwenzahn hat auch einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Wer damit Probleme hat oder bereits an Diabetes leidet, kann täglich eine Tasse Löwenzahntee trinken oder sich einen Extrakt aus der Löwenzahnwurzel zubereiten.

Stoffwechselstörungen

Bei Störungen des Verdauungsapparates und bei Appetitlosigkeit kann das Kraut helfen.

Löwenzahn wirkt wassertreibend und abführend.

Leidet man an Rheuma oder Gicht so hilft einem das Kalium im Löwenzahn.

Nachtschweiß

Trinkt man den Tee vor dem Zubettgehen so lindert er den schlafstörenden Nachtschweiß. Löwenzahn greift hier regulierend ein.

Ernte

Wer einen Garten besitzt kann den Löwenzahn natürlich einfach dort einsammeln. Am Besten sammelt man die frischen Blättchen um sich einen Salat daraus zu machen. Man kann die Blättchen auch klein schneiden und wie Kräuter auf Quark streuen. Man kann aus den Blättern auch einen grünen Smoothie machen.

Wer den Löwenzahn wild pflücken möchte sollte ein bisschen vom Wegrand abweichen und den Löwenzahn dort ernten, wo nicht alle Hunde entlang gekommen sind.

Wenn man gar nicht selbst ernten möchte: in Apotheken und Drogerien gibt es fertigen Löwenzahntee. In Reformhäusern gibt es Löwenzahn-Presssaft.

Zwei Esslöffel davon werden mit etwas Wasser verdünnt und am Besten vor den Mahlzeiten eingenommen.

Löwenzahn in der Küche

Neben Tee und Salat kann man aus Löwenzahn durchaus auch eine sehr schmackhafte Suppe zaubern.

Die jungen, noch grünen Blütenkörbchen dienen mittlerweile als Kapern-Ersatz.

Erntet man die Pflanze im Herbst so kann man die gerösteten und gemahlenen Wurzeln als sehr guten Ersatz für Kaffee verwenden.

Unser Rezept: Haferflocken mit Champignons, Löwenzahn und Tempeh

Wir lieben ja nicht nur die einfachen Rezepte mit saisonalen und lokalen Produkten sondern auch die Rezepte, die ein wenig ungewöhnlich sind.

Zutaten für vier Personen

Eine kleine Zwiebel, 250 g Champignons und 100 g Löwenzahn.

75 g Gouda

Vier Esslöffel Olivenöl, ein Esslöffel Sojasoße sowie 100 ml Sojamilch

150 g kernige Haferflocken

Ein Teelöffel Sojamehl und 30 g Sprossen

Salz, Pfeffer, eine Messerspitze edelsüßes Paprikapulver und ein halber Teelöffel Kräuter der Provence

300g Tempeh

Zubereitung

Die Zwiebel wird fein gehackt und der Käse gerieben, etwas Öl wird in einer Pfanne erhitzt und die Zwiebeln darin angedünstet. Nun kommen die Haferflocken hinzu und werden 3-4 Minuten leicht angeröstet.

Alles zusammen wird nun in eine Schüssel gegeben und mit dem Käse, der Sojamilch und dem Sojamehl vermischt. Anschließend wird alles mit Salz, Pfeffer, Paprika und den Kräutern gewürzt und für 10 Minuten auf die Seite gestellt.

Die Champignons werden geputzt und in feine Scheiben geschnitten. Der Löwenzahn wird ebenfalls gewaschen und in Streifen geschnitten. Auch das Tempeh muss in Scheiben geschnitten werden und mit Sojasoße und dem restlichen Öl bestrichen werden.

Die Mischung mit den Haferflocken wird nun wieder in einer Pfanne erhitzt und unter ständigem Wenden etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze zerkrümelt.

In einer zweiten Pfanne wird nun mit etwas Öl das Tempeh etwa 4 Minuten von beiden Seiten angebraten. Pilze und Löwenzahn kommen nun mit in die Pfanne und werden kurz mitgebraten. Bitte alles noch einmal mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Die Haferflocken werden nun auf Teller verteilt und mit dem Tempeh, den Pilzen und dem Löwenzahn bedeckt. Als Deko kommen ein paar Sprossen auf den Teller.

Wir wünschen euch einen guten Appetit und viel Vergnügen mit dem köstlichen Gericht.

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