Kopfschmerzen beheben: 5 Tipps und Übungen

Unser Ratgeber und Übungsplan.

Kopfschmerzen: das klingt oft ein bisschen lapidar. So nach dem Motto, dann nimm eben eine Tablette und stell dich nicht so an.

Dabei sind unglaublich viele Menschen von Kopfschmerzen betroffen. Es gibt viele verschiedene Arten des Kopfschmerzes und die wenigsten davon kann man einfach mal so eben weg drücken und ignorieren.

Es gibt Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerzen die aus einer Nackenverspannung entstanden sind, es gibt Migräne und Cluster Kopfschmerzen und noch einige mehr.

Oftmals beeinträchtigen uns die Kopfschmerzen sehr denn sie legen uns lahm. Verhindern, dass wir klar denken können. Sie nehmen uns die Leistungsfähigkeit und blockieren uns teilweise komplett.

Wir schauen uns ein paar Arten von Kopfschmerz an:

Migräne

Migräne ist eine der härteren Arten von Kopfschmerz. Teilweise sind die Schmerzen unerträglich. Was allerdings Migräne ganz genau ist und wie sie entsteht, ist noch nicht vollständig geklärt.

Eindeutig festgestellt ist die Tatsache, dass wesentlich mehr Frauen davon betroffen sind als Männer. Die Forscher wissen auch, dass die Gene eine zentrale Rolle spielen. Migräne tritt oft familiär verstärkt auf.

Man ist sich letztlich auch sicher, dass bestimmte Botenstoffe im Gehirn ins Ungleichgewicht geraten sind. Vor allen Dingen geht es hier um das Serotonin und andere.

Die Migräne entzündet kleine Blutgefäße im Gehirn.

Zu ihren sehr unangenehmen Begleiterscheinungen gehört eine sehr große Lichtempfindlichkeit und Übelkeit bis hin zum Erbrechen.

Sie wird auch ausgelöst durch Hormonschwankungen so wie durch jede Form von Stress. Auch wenn Stress und Anspannung weg fallen, zum Beispiel nach der Arbeit, kann dies Migräneanfälle auslösen.

Man spricht hier von Triggerfaktoren. Also Auslöser. Dies kann auch besondere Kälte sein, Lärm oder flackerndes Licht.

Bei Migräne wird empfohlen, sich mit dem Hausarzt abzusprechen und möglichst rechtzeitig medikamentös dagegen zu halten.

Spannungskopfschmerzen

Diese Art des Schmerzes wird beschrieben wie ein Schraubstock- Gefühl.

29 Millionen Deutsche sind davon betroffen und auch hier ist die ganz genaue Ursache nicht vollständig geklärt.

Diese Art des Schmerzes beginnt im Nacken und breitet sich von dort langsam über den gesamten Kopf aus. Körperliche Aktivität verschlimmert den Kopfschmerz nicht. Im Gegenteil: ein Spaziergang kann lindern.

Man geht davon aus, dass man gegen diese Art von Kopfschmerzen etwas tun kann, da sie nicht genetisch bedingt ist. Auslösende Faktoren scheinen Stress bei der Arbeit oder im Alltag zu sein. Das Arbeiten mit einer verkehrten Körperhaltung oder bei schlechtem Licht. Sie treten auf bei zu wenig Schlaf, bei Nikotingenuss und durch Zähneknirschen oder generelle Störungen im Kieferknochen-Bereich.

Wer häufig unter dieser Art von Kopfschmerz leidet, der sollte seine Stressfaktoren einmal überprüfen und einen Gang zum Zahnarzt oder Kieferorthopäden in Betracht ziehen.

Kopfschmerzen durch „Nacken“

Durch mangelnde Bewegung, einen hohen Stresslevel und tatsächlich häufigen Medienkonsum haben diese Art von Kopfschmerzen ein leichtes Spiel mit uns. Denn allein unsere Körperhaltung bei der Nutzung unserer Mobiltelefone führt schon dazu, dass wir in eine Fehlhaltung geraten.

Je öfter uns dies passiert, desto öfter arbeiten wir an unserem Schmerz Gedächtnis. Das bedeutet, dass Nervenbahnen selbst Signale ans Gehirn senden, obwohl die eigentliche Ursache längst behoben ist. So können Spannungskopfschmerzen tatsächlich chronisch werden.

Gegen diesen Kopfschmerz kann man sehr gut vorgehen durch gezielte Übungen und mehr Bewegung.

Was tun bei Kopfschmerzen?

Es gibt eine wichtige Faustregel: Kopfschmerzmittel sollten nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als zehn Tage im Monat aufgenommen werden.

Die deutsche Migräne- und Kopfschmerz- Gesellschaft spricht eine Empfehlung aus, wenn man auf Migränetabletten verzichten möchte:

Tatsächlich kann man sehr vorsichtig eine Kombination aus Aspirin (ASS) Paracetamol und Koffein zu sich nehmen. Dieses Mittel hilft auch gegen den Spannungskopfschmerz. Ibuprofen ist auch hilfreich wenn es mit Koffein kombiniert wird. Die richtige Dosierung wird hier angegeben: kopfschmerzen.de

Wir empfehlen auf jeden Fall, keine Selbstmedikationsversuche zu unternehmen sondern sich mit seinem Arzt oder Apotheker zu verständigen und so die richtigen Präparate zu bekommen. Auf jeden Fall gilt, je schneller man etwas zu sich nimmt, desto schneller hat man das Problem auch im Griff und kommt mit niedrigeren Dosierungen klar.

Koffein wirkt auf den Körper vergleichbar mit Aspirin. Ein Espresso mit einer Zitrone zu sich zu nehmen wäre auf jeden Fall einmal einen Versuch wert, denn dieses Hausmittel ist nachweislich sehr erfolgreich.

Vorbeugend kann man sich eigentlich sehr gut einmal überlegen, welche Triggerfaktoren bei einem selbst eine mögliche Rolle spielen. So kann man die Art des Kopfschmerzes besser definieren und entsprechend dagegenhalten.

Bei den meisten Kopfschmerzen haben Verspannungen, Bewegungsmangel und Stress ein gehöriges Wörtchen mit zu reden. Daher ist alles hilfreich, was uns entspannt, was uns ein bisschen runter holt oder besänftigt.

Viel trinken ist eins der ersten Gebote. Der Körper reagiert mit Kopfschmerzen, wenn er nicht mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wurde.

5 Übungen Tipps um Kopfschmerzen vorzubeugen

Unsere erste Übung ist eine Atemübungen aus dem Yoga. Eine kontrollierte Atmung hilft uns effektiv zu entspannen.

Mit dem Daumen der rechten Hand drückst du ganz sanft das rechte Nasenloch zu nun atmest du langsam und tief aus. Durch das linke und freie Nasenloch atmest du ein, dann kannst du mit dem Ringfinger der rechten Hand des linken Nasenloch zu drücken. Den Atem hältst du nun an und zählst bis acht.

Nun öffnest du das rechte Nasenloch um vollständig aus zu atmen und kannst jetzt darüber wieder tief ein Atmen. Du wiederholst diese Übung, ganz langsam, acht mal. Wichtig ist dass du auf beiden Seiten ungefähr gleich lang ein und ausatmest.

Akupunktur selbst gemacht:

Es gibt einen kleinen Wulst im Dreieck zwischen Daumen und Zeigefinger: dort befindet sich ein schmerzempfindlicher Muskel namens: Adduktor pollicis. Akupunkteure bezeichnen ihn als ‘Meisterpunkt’.

Halte diesen Punkt mehrmals hintereinander für einige Sekunden gedrückt.

Dehnung

Vermeide grundsätzlich den Kopf in den Nacken zu legen. Sondern neige ihn eher nach vorne und drücke dabei das Kinn so weit wie möglich an die Brust.

Ziehe gleichzeitig die Schultern intensiv nach hinten und vor allen Dingen nach unten. Du wirst sofort eine Entlastung spüren.

Übung auf der Matte

Knie dich auf eine Matte und beuge dich vor. Das Kinn ziehst du wieder in Richtung Brust und legt den Kopf auf der Stirn ab. Die Arme legst du nun nach hinten so dass die Handflächen nach oben zeigen.

Atme ruhig und entspannt und lass keine stressigen Gedanken zu.

Fernblick

Öffne ein Fenster oder geh auf den Balkon oder in den Garten. Nun suchst du dir einen Punkt der weit, weit entfernt liegt und schaust dort ein paar Minuten hin. So hilfst du dem Sehnerv zu entspannen, der teilweise mit verantwortlich ist für Kopfschmerzen.

Wir wünschen Euch eine gute Erholung und weniger Schmerzen in der Zukunft.

Be FunctionFit!

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